Hintergrundinformation

Blog auf’s Land erscheint im Rahmen des transnationalen EU-Projektes „WOMEN“ und ist Teil der Kampagne „für mich und meine Region“. Ziel ist es: Existenzgründer, Multiplikatoren, Partner, Unternehmer und die  Öffentlichkeit für das Thema Abwanderung junger und gut ausgebildeter Frauen im ländlichen Raum zu sensibilisieren und eine Plattform für den Dialog zu schaffen. Dabei ist uns wichtig, dass alle aktiv an der Debatte teilnehmen und jeder auch seine eigene Meinung einbringen kann. Die Bloggerin Pia schildert Ihre persönliche Sicht auf das Thema, ist im Land unterwegs und sammelt Geschichten, Eindrücke und Meinungen.  


„WOMEN ARE FUTURE“ – award

Im September und Oktober 2013 hat das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr Sachsen-Anhalt im Rahmen des Projektes WOMEN dazu aufgerufen, Unternehmen und Frauen für den Wettbewerb „WOMEN ARE FUTURE“ bzw. „Frauen gestalten Zukunft“ zu nominieren. Die Auszeichnung der Gewinnerinnen fand am 13. März 2014 auf dem WOMEN forum in Magdeburg statt.
Es wurden ein transnationaler Wettbewerb „WOMEN ARE FUTURE“  zwischen Bewerbern der sechs europäischen Regionen und ein regionaler Wettbewerb „FRAUEN GESTALTEN ZUKUNFT“  zwischen Bewerbern aus Sachsen-Anhalt durchgeführt. Neben Sachsen-Anhalt (Deutschland) fand der Wettbewerb auch in den Regionen Podlaskie und Podkarpackie (Polen), Trans -Danubien (Ungarn), Steiermark (Österreich) und Pomurje (Slovenien) statt.
Der Wettbewerb wurde in drei Kategorien durchgeführt. In jeder Kategorie hat  eine internationale und eine regionale Jury, mindestens einen Gewinner gekürt. Die transnationale Jury bestand aus 18 Vertreterinnen aller fünf Länder. Die Jurymitglieder repräsentierten Frauen aus verschiedenen Lebenssituationen: Berufstätige Mütter, junge Frauen mit Hochschulabschluss, junge Frauen, die am Anfang Ihrer Karriere stehen und auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen. Die Jury entschied in einer offenen Abstimmung nach eigenem Ermessen wen sie, orientiert an den Kriterien, am geeignetsten für den Sieg in der jeweiligen Kategorie hielt. Über das Engagement eines jeden Bewerbers wurde in der Jurysitzung diskutiert. Grundlage der Entscheidung war eine Abstimmung aller Jurymitglieder. Die Bewertung fand  anhand der folgenden Kriterien statt:


KEY WOMEN / BESONDERS ENGAGIERTE FRAU


Gesucht wurde eine Frau, die

  • stark dazu beiträgt oder sogar eigenständig handelt, um die Vision eines Unternehmens/ einer Institution/ eines Vereins voranzutreiben;
  • einen großen Einfluss bei Entscheidungsprozessen bzw. im Managementbereich hat;
  • entscheidend oder assistierend zum Firmenwachstum sowie der Entwicklung oder strategischen Ausrichtung des Unternehmens/ der Institution/ des Vereins beträgt;
  • zur Meinungsbildung der breiten Bevölkerung beiträgt;
  • dazu beiträgt, ein soziales, wirtschaftliches oder ökologisches Problem in ihrer Region zu lösen;
  • andere Menschen ( z.B. Kinder, Frauen, sozial Benachteiligte etc. ) unterstützt, Erfolg zu haben.


FEMALE FRIENDLY COMPANY / FRAUEN FÖRDERNDES UNTERNEHMEN

Gesucht wurde ein Unternehmen, das

  • familienfreundlich agiert bzw. die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert (flexible Arbeitszeiten, Betriebskindergarten; Home Office etc.);
  • den Werdegang von Frauen fördert;
  • gleichwertige und faire Lohnpolitik aufweist;
  • in die (weibliche) Belegschaft investiert (Bildung; professioneller Werdegang);
  • soziale Verantwortung übernimmt;
  • einen vertretbaren Anteil an Frauen unter den ArbeitnehmerInnen aufweist;
  • Frauen in Führungs- bzw. leitenden Positionen nachweisen kann.


BEST FEMALE START-UP / JUNGUNTERNEHMEN UNTER WEIBLICHER FUHRUNG

Gesucht wurde eine Gründerin bzw. ein weiblich geführtes Jungunternehmen,

  • „dessen Gründerin über ein hohes Level an unternehmerischer Kreativität und Innovation verfügt;
  • „das von einer Frau mit außergewöhnlichem Unternehmergeist geführt wird;
  • „das Potential für eine lang-anhaltende Entwicklung bietet;
  • „das für die Region einen Nutzen mitbringt (soziale Teilhabe, Beschaftigung, etc.);
  • „das mit anderen Institutionen kooperiert (Schulen, verschiedene lokale Netzwerke, etc.).
  • Als Jungunternehmen unter weiblicher Führung wird ein Unternehmen verstanden, welches von einer Frau gegründet wurde oder durch eine Frau geführt wird (nicht unbedingt als Mehrheitseignerin). Die Gründung sollte vor nicht mehr als 5 Jahren stattgefunden haben.



Das Projekt WOMEN

Elf Partner aus fünf europäischen Ländern arbeiten in diesem Projekt zusammen, um die Situation von Frauen in ländlichen Regionen zu verbessern. Der verbindende Gedanke dabei ist, dass Frauen der Schlüsselfaktor für wirtschaftliche und soziale Entwicklung in einer Region sind. Neben Sachsen-Anhalt (Deutschland) beteiligen sich die Regionen Podlaskie und Podkarpackie (Polen), Trans- Danubien (Ungarn), Steiermark (Österreich) und Pomurje (Slovenien). Leadpartner des Projektes ist das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, Stabsstelle für Demografie und Prognosen.
Im Rahmen des Projektes werden vier Pilotaktionen umgesetzt. Dazu zählen:

  • Die Durchführung der Kampagne „für mich und meine Region“, um den Menschen eine Plattform zum Austausch zu geben und gleichzeitig Chancen und Perspektiven in der Region aufzuzeigen,
  • die Etablierung des Wettbewerbs  „WOMEN ARE FUTURE“/ „Frauen gestalten Zukunft“, durch welchen besonders engagierte Frauen ausgezeichnet werden,
  • die Stärkung der Netzwerke von Frauen durch regelmäßigen Kontakt verschiedener Netzwerkpartner im Rahmen der Zukunftsdialoge
  • die Einführung von Demografie-Coaches, die Personalverantwortliche von Unternehmen schulen und beraten, wie Sie Ihre Personalpolitik entwickeln können.


www.women-project.eu

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